5ive BBQ
19.01.2012

Sabrina Cakmakli im Interview

Über die Allgäuer Grenzen hinaus hat sie sich in der Szene längst einen Namen gemacht. Die Wir Schanzen Vorjahressiegern der Kategorie Ski Girls.

Namhafte Brands wie Line Skis, Full Tilt Boots, O'Neill, Smith Optics, Leki Elements, Marker Bindings oder Orange Bud Coating haben die junge Lady bereits für sich entdeckt.Obwohl sie erst 17 Jahre auf dem Kasten hat, hat sie schon jede Menge Erfahrung im Freeski-Geschäft gesammelt. Na, dämmerts? Ok, wir holen die Katze aus dem Sack: Ihr Markenzeichen ist ein langer, brauner Flechtzopf. Spätestens jetzt ist klar, die Rede ist von Freeskierin Sabrina Cakmakli. Kurz vor dem Auftakt der diesjährigen Wir Schanzen haben wir das quirlige Mädel noch einmal getroffen und freuen uns, Euch heute Aufschluss über ein paar interessante Fragen von Sabrina geben zu dürfen.

Hi Sabrina, cool dich zu treffen. Legen wir gleich los: Wo ist derzeit Dein Homespot?

Ich hab zwei :)! Mein Homespot ist im Allgäu das Fellhorn und in Garmisch Ehrwald.

Seit wann bist du aktive Freeskierin?

Ich fahre jetzt das dritte Jahr aktiv Freeski, wobei ich auch ab und zu gezwungen wurde, Pausen einzulegen, z.B. vor 1 1/2 Jahren wegen eines Kreuzbandrisses.

Hast du einen Lieblingsspot?

Eigentlich fahre ich überall gerne, aber am liebsten bin ich wohl in Ehrwald oder in Mayrhofen mit meinen Freunden unterwegs.

Mit wem bist du denn am meisten unterwegs?

Die letzten Jahre war ich eigentlich nur mit Jungs unterwegs, weil es kaum Mädels in unserer Gegend gab, die diesen Sport betreiben. Aber seit 2011 hat sich eine super Clique aus acht Mädels bei uns zusammengeschlossen, mit denen ich nun viel unterwegs bin. Es macht richtig viel Spaß mit den Mädels im Park fahren zu gehen, da jede ungefähr auf dem gleichen Level ist. Somit kann man sich gegenseitig Tipps geben und sich gemeinsam weiterentwickeln. Aber ich bin auch immer noch super viel mit Jungs unterwegs, mit denen man ''meistens'' auch sehr viel Spaß haben kann ;-)

Was war bis jetzt der schönste Moment deiner Karriere?

Allgemein ist das Schönste an dem Sport, wenn man beobachtet, wie man sich selbst weiterentwickelt. Das Größte für mich war bis jetzt, als ich meinen ersten Sponsor bekam und meinen ersten Contest gewonnen habe. Das waren einfach Momente, die ich nie vergessen werde!

Wenn du Dein Ziel nicht erreicht hast, denkst Du…

Dann bin ich enttäuscht von mir selber und versuche es beim nächsten Mal besser zu machen.

Wenn du Dein Ziel erreicht hast, denkst Du…

Wie glücklich ich bin! Dann lass ich es mir erst mal richtig gut gehen.




Gibt es bei Dir einen Glücksbringer oder ein Ritual bevor Du bei Wettbewerben an den Start gehst?

Vor Wettbewerben versuche ich immer relativ früh ins Bett zu gehen um am nächsten Tag möglichst fit zu sein. Ich stehe zeitig auf um pünktlich am Berg zu sein. Meistens höre ich Musik und versuche mich nur aufs Skifahren zu konzentrieren um meine Nervosität zu unterdrücken. Einen Glücksbringer habe ich auch immer in meiner Jackentasche, den ich von meiner Mama bekommen habe.

Du hast die letztjährige Wir Schanzen gewonnen. Was ist seitdem bei dir so passiert?

Nach meinem Gewinn bei der Wir Schanzen war ich noch relativ oft auf Gletschern unterwegs um auch den letzten Schnee noch auszunützen.Danach habe ich ein paar Wochen den Sommer genossen,ich würde mal sagen,wie jeder andere und dann wurde ich vor den Sommerferien leider operiert,da ich mir im Winter einen Kahnbeinbruch am Handgelenk zugezogen hatte.Ich hatte 12 Wochen einen Gips an der Hand,was mich aber nicht störe,wir sind nach Hamburg in die Skihalle gefahren und hatten richtig viel Spaß.Und ja,der Sommer ging eigentlich relativ schnell vorbei,denn ab dem Oktober geht bei mir ja die Saison schon wieder los.

Du warst ja erst in Keystone-Colorado unterwegs. Wer war mit am Start und wie war es?

Ja, im Dezember bin ich mit meinen Freunden Johannes Drexl und Lucas Mangold nach Colorado geflogen um dort in Breckenridge und Keystone Skifahren zu gehen. Es ist der absolute Wahnsinn hier, die Parks sind perfekt präpariert und riesengroß. Während man bei uns höchstens drei Kicker fahren kann, besteht hier die Möglichkeit, in einem Run sieben Kicker zu springen! Wenn man hier ist, merkt man definitiv einen sehr großen Unterschied zu den Funkparks bei uns. Auch die Leute sind aufgeschlossener, jeder fängt mit jedem sofort ein Gespräch an und nimmt einen super herzlich auf, hier gabs keine blöden Sprüche. Was ich sicher sagen kann: Es ist auf jeden Fall eine super Erfahrung für mich und ich habe die Zeit dort sehr genossen! 

Angenommen wir zahlen dir einen Trip, egal wie viel es kostet. Wo würde es hingehen?

Ich glaube, dass der Trip wieder in die USA gehen würde. Vielleicht diesmal in eine andere Region. Eventuell nach Mammoth oder Park City, denn da sehen die Parks ja auch perfekt aus.

Hast Du Pläne für die Zukunft?

Ich will auf jeden Fall mein Abitur durchziehen und danach studieren gehen. Jedoch will ich nebenbei so viel Skifahren gehen, wie es nur geht. Was sich daraus dann ergibt, werden wir sehen. Da lass ich mich einfach überraschen ;-).

Danke Sabrina für das Interview, wir wünschen Dir eine erfolgreiche Saison und freuen uns, Dich auch bei der diesjährigen Wir Schanzen wieder begrüßen zu dürfen!


 

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